Warmsen 14.05 - 19.05.2018

Programm Wamsen : Stand 27.03.2018
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Was für eine tolle Eröffnung auf dem neuen Stellplatz von Elfriede und Uli in Warmsen in der zauberhaften Wald/Moorlandschaft zur Zeit der Rhododendronblüte direkt auf dem Platz und den weiß blühenden Wollgraslandschaften im Moor. 

Ganz lieben Dank an Euch und eure Unterstützer (Familie Thee) für diese bezaubernden Tage. 

 

Reisebericht 

 

Montag, 14.05.2018

Bis 17.ooh Eintreffen von 19 Vagabunden-WoMos, einige waren sogar schon am Vortage eingetroffen). Um 18.30 h Sektempfang. Vorstellung des neuen „Moorcamp“Campingplatzes durch Ulrich und Elfriede Nobbe. Bei Fingerfood und immer  randvollen Gläsern wurde Geselligkeit groß geschrieben. Andrea und Joachim Rautenberg (offiziell schon seit Herbst 2017 bei den Vagabunden) wurden heute bei ihrer ersten Ausfahrt mit RVFE freudig in den Kreis der Vagabunden aufgenommen. Liebe Irmgard Heesche, Dein Mann wird mit Interesse, wo immer er jetzt ist, auf uns selig herab sehen. Damit sich neu ankommende Camper gut in der Gegend um das „Moorcamp“ zurecht finden, hatten Eva und Henning eine grandiose Idee. Sie organisierten als Gastgeschenk der Vagabunden für Ulrich und Elfriede Nobbe eine 100x70 cm große Gelände -, Rad- u. Wanderkartekarte über diese wundervolle Natur des Uchter Moores. Diese wurde fachgerecht in einen Rahmen und unter Glas gefasst und nun hängt sie sichtbar für alle an der Rezeption.
 

Dienstag, 15.05.2018

 

Ulrich hatte einen perfekten Brötchen- und Zeitungsservice für alle Tage organisiert,  Nach dem Frühstück auf dem Platz im Grünen ging es um 9.30 h mit vier Kleinbussen der Firma Nobbe und 1 PKW zum Zisterzienser-Kloster nach Loccum (30km). Die Fahrt führte durch die schöne Landschaft des Mittelwesergebietes. Saubere Hofanlagen, viel unterschiedlicher Ackerbau (insbesondere Spargelfelder) und Weideflächen boten dem Auge abwechselungsreiche landschaftlicher Reize. 

In der Stiftskirche

Ein rotarischer Freund vom RC Stolzenau, Klosterförster Karsten Sierk, begleitete uns in die 850 Jahre alte Stiftskirche des Klosters Loccum. Die sehr moderne Orgel war Gegenstand einiger kontroverser Gespräche unter den Vagabunden. Wir durften in dem uralten Chorgestühl der ehemaligen Zisterziensermönche Platz nehmen. Möge der Segen dieser auf uns alle nieder gehen. Nach dem Verlassen der Kirche begaben wir uns in den angrenzenden Klosterforst-Wald. Wir erfuhren etwas über die land-wirtschaftliche Forstwirtschaft des Klosters. Uralter, alter und neuer Baumbestand bilden den Forstwald. Nach einem kurzen, gemütlichen Gang durch die Natur ging es mit den Autos ans Steinhuder Meer nach Steinhude (+20km). Dort in der Mittagspause waren anschließend unterschiedliche Möglichkeiten der Entspannung gegeben. Ob Mittagessen, Fischbrötchen, ob Eis oder Milchkaffee, alles war nach eigener Wahl zum Genuss möglich. Danach Rückfahrt zum Moorcamp. Um 17.ooh traf sich der Vorstand der Vagabunden zur Vorstandssitzung unter der Leitung von Präsident Norbert Meik. Um 18.30 h waren wir zum Büffetimbiß ins Partyzelt eingeladen. Essen und Trinken waren begleitet von ständigem Winken und Klatschen - wegen winziger aggressiver Kriebelmücken! (Sie begleiteten uns leider ständig im Camp.) Danach folgte das RVFE-Meeting für diese Reise (siehe extra Protokoll der Mitgliederversammlung der RVFE). An diesem Abend schliefen die Vagabunden mit Sicherheit sehr gut nach leckerem Essen und Trinken. 

Mittwoch, 16.05.2018

Heute begannen wir den Tag nach ausgiebigem Frühstück sehr wissenschaftlich. Mit den Kleinbussen fuhren wir zu den „Moorwelten“, EFMK ( Europäisches Fachzentrum Moor und Klima des BUND ) nach Ströhen (21km). Hier werden Erkenntnisse für das Erlebbarmachen und Urbarmachen der Moore, und auch der Bedeutung der Moore für den Klimaschutz und den Arterhalt, demonstriert und angewendet. Zum Beispiel : ein Film über die Entstehung der Moore, Schautafeln, pädagogisch gut aufgearbeitet und Vorträge für Klein und Groß. Der Hunger trieb uns zum Gasthaus Störmer, wo wir überdimensionale Schnitzel serviert bekamen. Vielleicht freute sich so manch ein Hundili auf einen dicken Schnitzelhappen.
 

 Am Abend waren die Vagabunden Gäste des RC Stolzenau, der zu einem AuswärtsMeeting nach Warmsen in den historischen, liebevoll restaurierten „Gehannfor´s Hof“ (jetzt Dorfgemeinschaftshaus) geladen hatte. 

 

Im Beisein der örtlichen Presse erfolgte als Sozialprojekt der rotarischen Vagabunden die Übergabe einer Spende in Höhe von 500.-€ für den Kauf einer Klarinette für das national und international bei Wettbewerben oft erfolgreiche 

Jugendblasorchester des Gymnasiums Stolzenau. 

 

Eine Schülerin gab uns schon mal eine kleine Kostprobe zu Gehör auf dem neuen Instrument. Vorher hatte der RC Stolzenau Spenden von je 1000.-€ übergeben an die Kindergärten in Warmsen und Großenvörde aus dem Erlös eines Hands-on-Projekts während einer Gewerbeschau im März 2018 auf dem Betriebsgelände unseres Freundes Ulrich Nobbe.



Pressebericht zur Spende

Eine große Ehre wurde an diesem Abend Freund Henning Thee zuteil. Er bekam für seine ständige Bereitschaft, sich bei Projekten in seinem Club und auch bei den Rotarischen Vagabunden einzubringen, vom Präsidenten seines RC Stolzenau die Paul Harris-Fellow-Medaille überreicht.

 

Herzlichen Glückwunsch dafür, auch von uns Vagabunden. 

 

Nach einem reichhaltigen Büffet zeigten Michael und Chistiane Kluck eine Präsentation über ihre Reise mit dem WoMo durch Amerika nach Alaska. Dann brachten uns die Fahrzeuge wieder zum Moorcamp zurück. 

 

Donnerstag, 17.05.2018

 

Um 9.00 h fuhren wir mit Fahrrädern bei bedecktem Himmel Richtung Modestübchen „Miss Monika“ (11km). Dort angekommen machten viele der Männer eine Pause mit Kaffee oder heißer Schokolade, während die Damen nebenan im Modestübchen in der Landhausmode stöberten und so manches schmucke Kleidungsstück kauften. Die  Radtour ging weiter zur „Glashütte Gernheim“ (ein Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur). Nach kurzer Fahrt (6km) bekamen wir dort eine  sehr eindrucksvolle Führung durch die Glashütte, ein frühindustrieller Fabrikort (von 1812 bis 1877) für verschiedene Arten von Glas. Die Führung brachte für viele von uns neue Erkenntnisse über die Produktion der Glasherstellung im 19. Jahrhundert. In sehr anschaulicher Weise erfuhren wir auch etwas über die Arbeitsbedingungen und Wohnverhältnisse der Arbeiter in der Glashütte. Hier werden auch jetzt noch aus Feuer und Sand erlesene Stücke produziert. 

Hier wurde das Glas hergestellt..

 

 

Glasbläser bei der Arbeit

 

 

Weiter führte die Radtour ins Dorf Höfen zum „Hof Frien“ (10km). Das Spargelessen dort bildete einen krönenden Abschluss des Tages. Danach Rückfahrt zum Moorcamp (8km). 

Nachmittags war der Freund Günter Strobach vom RC Stolzenau noch zum Moorcamp gekommen und lud mutige Vagabunden zu einer flotten Kutschfahrt ins Uchter Moor ein.Wer immer noch nicht satt war, konnte am Abend auf dem Campingplatz noch Bratkartoffeln, Gulasch und Schokoladencreme essen. 

Es ist angespannt ..

 

 

Unsere beiden Kutscher ... DANKESCHÖN

 

 

Freitag, 18.05.2018

 

Heute beginnt die Radtour rund ums Uchter Moor um 10.00 h. Erster Stopp war die Kranich-Beobachtungsplattform (11km). Weiter ging es zum Moorschmied (0,5km), der aus Damaststahl edle Messer fertigt (ab 700,- €). Seine Produkte sollen sehr gefragt sein, besonders bei Jägern, auch im Ausland. 

Eine Auswahl an Messern ...

 

 

Der Messerschmied bei der Arbeit

 

 

Danach wartete eine Spargelcremesuppe im Bahnhof der Moorbahn in Essern (12km). Die Fahrräder ließen wir angeschlossen stehen, denn nach dem Imbiss ging es mit der Moorbahn hinein in die uralte Landschaft des Uchter Moores am südöstlichen Ende der Diepholzer Moorniederung. Die kleine Moorbahn ruckelte und zuckelte langsam auf angehäuften Dämmen durch eine zauberhafte Landschaft. Bei mehreren Stopps erhielten wir Infos zur 2300 Jahre alten Moorleiche, zum im Jahr 2005 gefundenen Mädchen „Moora“ und zur Moornutzung gestern und heute.  Annette von Droste- Hülshoff ( 1797-1848 ) hat in ihrem Gedicht „Der Knabe im Moor“ sehr eindrucksvoll die Stimmung des Moores wiedergegeben, „Oh, schaurig ist es übers Moor zu gehen, wenn es wimmelt vom Heiderauche...“ usw. Wir fuhren ja am Tage !!!  

So wurde Torf gestochen ..Heute machen das Maschinen ..

 

 

Das Wollgras blüht im Moor.

 

 

Bei Sonnenschein radelten wir dann die letzten 10km zurück zum Ausspannen auf dem Campingplatz. Abends lockte der Duft eines Grills + Catering vom örtlichen Schlachter die rotarischen Vagabunden aus ihren WoMos. Den Abschluss der Reise bildete ein Abend mit dem Hobby-Kabarettisten Otto Kindermann. Er unterhielt uns auf Plattdeutsch mit lustigen Geschichten über das Rentnerleben. Danach sangen wir alle, wie ein Folklore Chor, Fahrtenlieder mit voller Inbrunst. Ohne die Begleitung mit dem Schifferklavier von Uwe wären wir nicht so sangesfreudig gewesen. Danke Uwe!! 

Kreuz und quer durch die -Mundorgel-

 

 

Manche Stimme ist -chorverdächtig- 

 

 

Ein großes Dankeschön müssen wir alle an Elfriede und Ulrich richten. Ohne ihre detaillierte Planung dieser Woche könnten wir nicht so viel Neues und Interessantes aus der Diepholzer Moorniederung mit uns nach Hause nehmen. 

Samstag, 19.05.2018

 

Heute war individuelle Abreise angesagt. Beim Einpacken fingen die Kriebelmücken noch einmal so richtig an zu stechen, das war ein tolles Souvenir ans Moorcamp, Tschüß, Ulli und Elfriede ! 
 
Aufgeschrieben von Ingrid Weyel 

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