15 - 18.06 Moorcamp

eigener Tourbericht von Ingrid Weyel
Moorcamp 15.6.21.pdf
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Tour-Bericht und Meeting-Bericht
vom ersten Treffen der Rotarischen Vagabunden in 2021
vom Di. 15. 06. – Fr. 18. 06. 2021
auf dem Campingplatz Moorcamp in 31606 Warmsen
aufgeschrieben von Henning Thee


Teilnehmer:
Ahrens, Evelyn u. Michael; Fischer, Ingrid u. Eckhardt A.; Janzen, Telse u. Wolf-Rüdiger; Kluck, Christiane u. Michael; Lausecker, Heike u. Rolf; Meik, Renate u. Norbert; Meiners, Hildburg u. Reinhard; Nobbe, Elfriede u. Ulrich; Pfeiffer, Uwe u. Mechthild Hirsinger; Schlieker, Bernhard u. Sabine Brockmann; Schwartz, Ingrid u. Hans Victor; Thee, Eva u. Henning; Weyel, Ingrid u. Klaus;


Corona-bedingt haben auch wir, die rotarischen Vagabunden, uns lange Zeit nicht von zu Hause fortbewegen dürfen. Aber inzwischen sind ein großer Teil von uns ein- oder sogar zweimal geimpft und die Inzidenzzahlen im Norden auf unter zehn zurückgegangen, sodass unser Präsident Norbert Meik in Abstimmung mit Ulrich Nobbe das Signal für ein erstes Treffen nach fast einem Jahr Zwangspause gegeben hatte. Für die Nicht-Geimpften bestand die Möglichkeit zu einem Corona-Schnelltest direkt an der Anmeldung des Moorcamps. Quasi zum Üben, was Hygiene-regeln und Öffnungen angeht, sollte dieses Treffen erst einmal in kleinerem Rahmen in dem uns bekannten und geliebten Moorcamp in Warmsen sein. Der Präsident schrieb schon dazu in der Einladung: „Der Fokus liegt also nicht auf dem Programm, sondern auf der Begegnung, dem Austausch und der individuellen Erholung an der frischen Luft in reizvoller Umgebung bei viel individuellem Freiraum.“


Trotzdem hat Ulrich Nobbe als Chef des Moorcamps es sich nicht nehmen lassen, einige wenige Programmpunkte anzusetzen:

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1.Tag Di. 15.06.2021:
• Eintreffen
• 15:oo bis 17:oo h gemeinsames Kaffeetrinken
• gemeinsames Meeting

 

2.Tag Mi. 16.06.2021:
• 09:45 h Abfahrt vom Moorcamp mit Kleinbussen zum Heringsfängermuseum in Heimsen (28km ≙ ca.30 min.). Dort ab 10:3o h Führung in Gruppen zu je 10 Personen (Dauer ca.45 min.). Je eine der wartenden Gruppen erhält parallel Führung durch die Hofgebäude.
• anschließend Fahrt nach Windheim (ca. 8km) zu einem Matjes-Essen in Humkes Weinstube.
• Rückkehr zum Platz, wer wollte konnte die Heimfahrt (21 km) per Rad antreten.

 

3.Tag Do. 17.06.2021:
• Vormittags kleine Fahrradtour vom Moorcamp zur Gaststätte „Zum Stillen Winkel“ in Bohnhorsterhöfen (10,5 km) zum Spargelessen.
4.Tag Fr. 18.06.2021:

 

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Am Di. 15.06.2021

trafen bei herrlichem Sommerwetter alle Teilnehmer (bis auf Klucks, die erst zum 16.6. abends anreisen konnten) pünktlich im Moorcamp ein, manch einer war sogar schon einen Tag eher angereist!

So konnten Norbert und Ulli uns schon um 16:oo h begrüßen, die Begrüßung wurde auch gleich offiziell zum Meeting, denn Norbert Meik konnte 2 neue Vagabunden in unsere Reihen aufnehmen: Frd. Eckhardt A. Fischer und seine Gattin Ingrid Fischer aus Kiel (RC Kieler Förde und IWC Kiel), Freunde von Telse und Wolf-Rüdiger Janzen aus Kiel. Von daher wussten die beiden Neuen, was sie bei uns erwartet. Eckhardt war vor seinem Ruhestand als Jurist in der Finanzbranche tätig, Ingrid als Pädagogin. Beide haben schon jahrelange Erfahrungen in der rotarischen Yachting Fellowship IYFR, wo Eckhardt zuletzt noch als Sekretär der Nordflotte aktiv war. Jetzt hatten sie ihr Schiff verkauft und als Landyacht sich ein Wohnmobil zugelegt. Sie freuen sich jetzt auf nette Begegnungen und gemeinsame Ausfahrten mit unserer Fellowship. Wir anwesenden Vagabunden haben alle das Gefühl, dass die beiden gut zu uns passen. Mit der Überreichung der Schilder und unseres Banners wurde die Aufnahme der beiden in unsere Reihen vollendet, mit einer Runde Prosecco gaben die beiden dann ihren Einstand. Zu neuen Reiseplänen der Vagabunden konnte der Präsident nur darauf verweisen, dass Brigitte und Günter Schneider das im vergangenen September abgesagte Erbendorf-Treffen vom 14.-18.Sept. 2021 nachholen wollen. In wieweit das Programm vom Sept. 2020 jetzt auf 2021 gespiegelt werden kann, wird sich dann noch zeigen. Trotzdem sollten alle Vagabundinnen und Vagabunden sich Gedanken machen, ob vielleicht noch weitere gemeinsame Reisen in 2021 möglich wären.

Nach dem offiziellen Teil des Meetings gratulierten Norbert Meik und Ulli Nobbe stellvertretend für alle Vagabunden unserer Freundin Eva Thee zu ihrem Geburtstag, Eva bedankte sich für die Glückwünsche und Blumen mit einer leckeren kühlen Erdbeerbowle, die sich beim anschließenden Begrüßungs-Kaffee-Trinken und beim Kuchen schnell leerte. Der Abend war zur freien Verfügung, die meisten trafen sich dann jedoch zum Public Viewing des EM-Fußballspiels Deutschland gg. Frankreich.

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Für Mi. 16.06.2021
hatte Ulli noch das Programm um eine Möglichkeit zum Radfahren erweitert, deshalb mussten bei Aufbruch der Vagabundenfreundinnen und Freunde noch etliche Fahrräder auf einem Hänger und in den bereitgestellten Kleinbussen zu unserem Ausflug zum Herings-fängermuseum in Heimsen und dem anschließenden Matjesessen in Windheim aufgeladen werden. Um 10:45 h treffen wir am Museum ein. Eine Gruppe von uns erhielt von einem der letzten Loggerfischer eine hochinteressante Führung durch das Heringsfängermuseum, während parallel die andere Gruppe eine Führung durch das regionale Heimatmuseum erhielt, hier werden in umgesetzten typischen Häusern der südlichen Mittelweserregion Brauchtum, Trachten und Haushaltsgerätschaften der letzten 200 Jahre gezeigt.


 

Aber warum gibt es ein Heringsfängermuseum in der Region zwischen Stadthagen und Stolzenau? Weil vor über 100 Jahren es hier in der Region wenig Arbeit gab, es sich aber herumgesprochen hatte, dass in der Heringsfängerei auf der Nordsee gut Geld zu verdienen war. Viele Männer aus dieser Region folgten diesem Ruf an Bord der Heringslogger, so dass hier schließlich auch Berufsschulunterricht für die Heringsfängerei und sogar Kurse für das Steuermannspatent abgehalten wurden. Prozentual kamen mehr Fischer an Bord der deutschen Heringslogger aus dieser rund 180 km von der Küste entfernten Region als von der Küste selbst. Unser Vagabundenfreund Reinhard Meiners hatte von diesem Museum gehört, er selbst hatte vor gut 35 Jahren bei der Abwicklung der unrentabel gewordenen deutschen Loggerfischerei in Bremerhaven mitgewirkt. Nach so viel Geschichte ging es für uns 8 km weiter in den Ort Windheim an der Weser, dort war es Ulli gelungen, bei den rückläufigen Inzidenzzahlen den Wirt von „Humkes Weinstube“ zu überreden, für unsere Gruppe das Lokal extra zu öffnen, sodass wir dort – passend zum Heringsfängermuseum – ein typisches Matjesessen (mit ganz zartem leckeren Matjes) bekommen konnten. Und das Ganze bei herrlich sommerlichem Wetter auf der Terrasse mit Blick auf die Weser! Und für die Radfahrer ging es nach dem Essen mit der Solarfähre „Petra Solara“ von der alten Fährstelle unterhalb des Lokals auf die andere Weserseite und von da aus bei gemütlicher Fahrt die 21 km heim zum Moorcamp. Auch die Nicht-Radler durften mit der Solarfähre übersetzten, sie wurden anschließend von den Kleinbussen wieder aufgenommen und zurück ins Moorcamp gefahren. Dort hatte dann abends unser zweites Geburtstagskind in diesen 4 Tagen – Renate Meik – zu einem kleinen Umtrunk mit selbst angesetzten Schlehenbrand an der Hütte des Campingplatzes eingeladen. Daraus ergaben sich gesellige Gespräche an mehreren Tischen.

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Der Donnerstag,
der 17.06.2021, war der heißeste Tag dieser Woche, so dass das Programm auf die Radtour zum Spargelessen im Lokal „Zum Stillen Winkel“ in Bohnhorsterhöfen (ca. 10,5 km schöne Radwege) zusammengestrichen wurde, die Nicht-Radler wurden wieder mit den Kleinbussen - darunter auch ein reiner Elektro-Kleinbus - (gesponsert von Ulli Nobbes ehemaliger Firma) zum Lokal gefahren. Auf die erweiterte Radtour nach dem Essen, eine 14km längere Rückroute, vorbei am „Großen Stein“ von Tonnenheide wurde verzichtet. Hierbei handelt es sich um einem 350 t. schweren Findling aus schwedischem Granit, der von den skandinavischen Gletschern der letzten Eiszeit bis in diese Region vor sich hergeschoben war. Vor der Abfahrt zum Spargelessen fand vormittags im Moorcamp noch eine Vorstandssitzung der RVFE statt. Für die anderen war dann Zeit zur freien Verfügung. Abends um 20:ooh führte Frd. Henning Thee noch eine Powerpoint-Präsentation mit Fotos unserer Bornholm-Reise vom Juni 2019 vor, die die Erinnerungen an die schönen Tage auf der Ostsee-insel wieder wach werden ließen.
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Am Fr. 18.06.2021
gab es in unseren Reisemobilen individuelles Frühstück mit frischen Brötchen, danach kam für jeden der Abschied und die Heimreise.
Dem Veranstalter Ulrich Nobbe sei hiermit herzlichst gedankt. Trotz eines „nur kleinen“ Programms hatten wir mal wieder schöne Tage und Begegnungen, es half uns, die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zu vergessen.
Wir freuen uns schon auf die Septemberreise nach Erbendorf, dazu demnächst weitere Einzelheiten von Brigitte und Günter Schneider

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eigener Tourbericht von Inge Weyel
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