Tourbericht

Report über das Treffen der „Rotarischen Vagabunden“ am Wendelstein vom 18. bis 25. Mai 2008

Von nah und fern hatten sich die Vagabunden zum zweiten regulären Treffen 2008 auf dem TENDA-Park Campingplatz, einem 5-Sterne Betrieb, in Bad Feilnbach in Bayern versammelt. Die ersten trafen bereits am Sonntag , dem 18. Mai, ein. Zeitweise nahmen 27 aktive Mitglieder und 4 Begleithunde teil. 

Obwohl das Wetter sich immer wieder negativ bemerkbar machte, tat das der guten Laune nur geringen Abbruch, als sich die Masse der Teilnehmer am 19. Mai zunächst auf dem Parkplatz des Parkhotels in Bad Bayersoien traf. Nach gegenseitiger Begrüßung und Spaziergängen im angrenzenden Naturschutzgebiet traf man sich abends zu einem gemeinsamen Meeting mit dem RC Murnau- Oberammergau. Die Gastgeber unter Präsident Hayler nahmen mit Fassung hin, das mehr – Gott sei Dank angemeldete- Gäste gekommen waren als Mitglieder. Nach vielen freundlichen Worten der Begrüßung und Vorstellung eröffnete der mitreißende Vortrag von Freund Bahr, RC Murnau- Oberammergau, über die German Voluntary Doctors einen Blick in die Gemeindienstaktivitäten des gastgebenden Clubs. Eine spontane Sammlung unter den anwesenden Freunden ergab den Betrag von 550.-€ als Unterstützung für die weitere Arbeit der Doktoren. Ferner wurde die korporative Mitgliedschaft der Fellowship im Förderverein zugesagt.
 
Die Mehrzahl der Fellowship- Mitglieder hatten sich am nächsten Morgen für ein üppiges Frühstücksbüffet im Parkhotel entschieden. Danach bewegte sich die Kavalkade in Richtung Murnau. Der relativ kleine Ort ist durch seine Attraktivität für Kreative (Münchener Malerfürsten, Blauer Reiter) in der ganzen Welt bekannt geworden. Unter der persönlichen und einfühlsamen Führung von Herrn Werner Kraus wurden die Schätze des Schloßmuseums besichtigt. Nach einem rustikalen Mittagessen im Brauhaus führte die Weiterfahrt durch das leider regenverhangene Voralpenland dann nach Bad Feilnbach und dem TENDA- Park. Mit den zwei weiteren, inzwischen eingetroffenen Mitgliedern erreichte die Teilnehmerzahl hier dann ihren Höhepunkt. Nach dem Bezug der Stellplätze und einem kleinen Fußmarsch traf man sich dann abends zu einem gemeinsamen Essen im Hotel „ Bergsonne“. Nach dem sehr gutem Essen informierte der Präsident  über die derzeitigen Reise- und sozialen Aktivitäten der Fellowship, erinnerte an die satzungsgemäss anstehende Mitgliederversammlung im September in Egestorf und gab dann nach einem ersten Dankeschön das Wort an Freund Thoma. Dieser erläuterte die weiteren Planungen für die nächsten Tage und nutzte die Gelegenheit für die Werbung für ein weiteres soziales Projekt des RC Murnau- Oberammergau, die Bereitstellung von Schulmittelbedarf für Bedürftige.

Es traf sich gut, dass das Programm für den nächsten Tag einen Besuch in Kufstein vorsah. So waren die gelegentlichen Schauer leicht durch den Besuch im Fabrikationsgebäude der weltberühmten Glasfirma Riedel und Unterschlupf in entsprechenden Gaststätten der Stadt zu umgehen. Dennoch schien immer wieder die Sonne, sodass auch Gelegenheit gegeben war die Stadt unter sachkundiger Führung eines örtlichen Rotariers, Freund Nitz, zu erkunden. Der Abend sah die Vagabunden dann als Teilnehmer beim Meeting des örtlichen Rotary-Clubs. Nach freundlichem Empfang durch Präsident Fiedler konnte die RVFE wiederum kräftig die Trommel in eigener Sache rühren.  Hoffen wir, dass es auch einige österreichische Rotarier neugierig gemacht  hat, sich der Fellowship anzuschließen! Mit einem interessanten Vortrag über den Holzschnitt als künstlerische Technik mit Beispielen aus Asien und Europa klang der Abend aus.

Am Donnerstag war trotz zunächst bedecktem Himmel ein weiterer Ausflug angesagt. Die Fahrt führte nach Maxlrain, in ganz Bayern wegen seiner Privatbrauerei berühmt. Im Park des Schlosses fand ein Oldtimertreffen in ganz großem Stil, organisiert von ADAC und Antenne Bayern statt. Die Ausstellung bot eine breite Möglichkeit neben zeitlos schönen Autos des Sportwagentyps auch eine Reihe von Ungetümen der Landstraße zu sehen, bei denen man nicht böse sein muß, dass sie inzwischen verschwunden sind. Die Stimmung auf dem Platz war zeitweise, angeheizt von Rock und Dixielandgruppen, volksfestartig und die örtliche Gastronomie bot eine reichhaltige Auswahl an allem , was die bayrische Küche an besonderen Köstlichkeiten zu bieten hat. Nach all dem Trubel wird mancher nichts dagegen gehabt haben, dass es nachmittags im TENDA-Park eher ruhig zuging. Das gemeinsame Abendessen im Restaurant des Platzes bot weiteren Raum für freundschaftliches Miteinander.

Am Freitag ergab sich wegen des zunächst regnerischen Wetters Gelegenheit zunächst einmal ausgiebig auszuschlafen und dann die Gegend auf eigene Faust zu erkunden. bzw. die Vorräte aufzufüllen und die Seele baumeln zu lassen. Am Abend trafen sich alle wieder zu einem gemeinsamen Essen beim „Kistlwirt“ in gewohnter Qualität (gut , preiswert und viel) und hörten Freund Thoma zu, der die vielschichtigen Probleme eines Campingplatzbetreibers in überzeugender Weise vortrug.

Am Samstag hatte sich das Wetter dann endlich für die gute Seite entschieden. Trotz grantelndem Busfahrer wurden alle Vagabunden, die mitwollten, mit der Ringbuslinie zur Talstation der Zahnradbahn transportiert und dann in einer stellenweise atemberaubenden Fahrt auf den Gipfel des Wendelstein befördert. Die Fernsicht von hier oben bis weit ins Voralpenland und zu den Gebirgsstöcken der Umgebung war grandios und hat die Fahrt gelohnt. Einige hatten jedoch auch ihre Probleme mit der Höhe (Originalzitat:“ Eine Heidschnucke ist doch keine Bergziege“). Aber alle sind heil und gesund wieder unten und im TENDA-Park angekommen. Der Abend klang in gemeinsamer Runde bei wunderschön poetischer Harfenmusik im Restaurant des Parks aus.

So war der Sonntag, der 25. Mai, der Tag der Trennung, schneller gekommen als erwartet. Familie Thoma, unsere Gastgeber, denen für all ihre Mühe bei der Organisation des Treffens nicht genug gedankt werden kann, verabschiedeten sich am Morgen mit einem zünftigen Weißwurstfrühstück. Und dann flogen die Vagabunden wieder auseinander, nach Norden, Süden, Westen und Osten, reicher um eine Woche unter Freunden mit einer gelungenen Mischung aus  gemeinsamen Erlebnissen und gemeinsamem rotarischen Tun. Das hat Lust auf mehr gemacht. 

Unser aller herzlichen Dank nochmals an die Gastgeber. Wir sind sicher, dass wir sie nicht zum letzten Mal besucht haben. Dazu liegt ihr Platz schon allein als Startplatz für einen Österreich- und Italienurlaub viel zu günstig und entspricht allen denkbaren Qualitätsansprüchen.

Dr. Erdmann Dahm

 

 

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