Tourbericht

Tourbericht über das
28. Vagabundentreffen in Erbendorf in der Oberpfalz
vom 12. bis 15. September 2013

Donnerstag, 12. 9.: Um 17.30 Uhr werden alle angemeldeten Freundinnen und Freunde von den gastgebenden Vagabunden Brigitte und Günter Schneider auf dem Stellplatz begrüßt. Bürgermeister Hans Donko richtet die offiziellen Grüße der Stadt aus und stellt Erbendorf kurz vor. Gegen 18.30 Uhr spazieren wir zur „Alten Probstei“, der Steinwälder Hausbrennerei. Freund Gregor Schraml, Inhaber der Brennerei und Präsident des RC Stiftland, erläutert die Geschichte und die Einrichtung seines Betriebes. Unter anderem führt er aus, dass er neben Obstbränden, Kräuterschnäpsen usw. auch Whiskey herstellt, die teuerste Flasche für z. Z. 120 €. Anschließend wird nach einem typisch fränkischen Abendessen das Meeting der Fellowship durchgeführt. Freund André Putzlocher, Dozent an der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement Wiesau, weist darauf hin, dass der Zubereitung und der Service am heutigen Abend von Schülerinnen geleistet wird, die dieses staatliche berufliche Schulzentrum erst wenige Tage besuchen.

Freitag, 13.9.: Wir fahren um 9 Uhr mit dem Bus nach Waldsassen. Günter Schneider beschreibt während der Fahrt den Landkreis Tirschenreuth und den Steinwald. Ab 10.15 Uhr besichtigen wir die berühmte Bibliothek in der Klosterstadt. Daran schließt sich ab 11 Uhr ein Besuch der Basilika St. Johann mit Vorführung der großen Kirchenorgel durch einen engagierten freien Organisten an. Nach einem Mittagessen im Gasthof „Forsthaus“ fahren wir zur Kontinentalen Tiefbohrung (KTB), auch „Tiefes Loch“ genannt, nach Windischeschenbach. Fachkundig wird uns hier die „Geburt der Erde“ näher gebracht. Zu Forschungszwecken hat man hier 1987 bis 1989 eine Vorbohrung von 4000,1 m und 1990 bis 1994 eine Hauptbohrung von 9101 m durchgeführt. Eine informative Ausstellung ergänzt den Vortrag.
Nach einer Ruhepause auf dem Stellplatz fahren wir um 17.30 Uhr erneut nach Windischeschenbach. Bei einem Zwischenstopp bei dem Schneiderschen Lederwarengeschäft erweist sich die Strategie: „Kein Kaufzwang – Wir wollen nur unseren Arbeitsplatz kurz zeigen!“ als genial. Der Zwischenstopp entwickelt sich zum Event. Anschließend geht es weiter nach Windischeschenbach zur „Zoigl-Brotzeit“ im Schafferhof. Nachdem der Wirt uns die Geschichte des Zoigl-Bieres und seines Hauses näher gebracht hat, lassen wir es uns schmecken.

Sonnabend 14.9.: Um 9 Uhr brechen wir mit dem Bus auf in die Tschechische Republik. In Eger (Cheb) erleben wir eine eindruckvolle Stadtführung rund um den Marktplatz. Dabei sehen wir neben vielen anderen historischen Gebäuden auch den Stöckl-Komplex mit 11 Kaufmannshäusern. Um 11 Uhr geht die Fahrt weiter nach Karlsbad (Karlovy Vary). Unterwegs erfahren wir von unserer sehr kompetenten Führerin einiges über die Lebensverhältnisse in der Tschechischen Republik und das Böhmerland. Das Mittagessen nehmen wir im Grandhotel Pupp ein, nachdem uns eine Mitarbeiterin die Geschichte des Hauses und der Familie Pupp erzählt sowie durch den offenen Teil der Räume geführt hat. Anschließend spazieren wir durch Karlsbader Altstadt. Auch hier zeigt uns unsere Führerin zahlreiche interessante Gebäude und erläutert deren Geschichte. Die Weiterfahrt nach Marienbad (Mariánské Lázně) unterbrechen wir am Beethoven-Denkmal in Karlsbad. 
Unser Präsident Rüdiger Götz erläutert uns, wie es dank Rotary dazu gekommen ist, dass dieses 1929 als weltweit schönstes Beethoven-Denkmal geltende Kunstwerk, seit 2012 wieder vollständig und restauriert ist. Rotaryclubs aus Tschechien, Deutschland, Österreich und Norditalien hätten in einer beispielhaften Solidaritätsaktion maßgeblich dazu beigetragen, dass am 200. Jahrestag des Solidaritätskonzertes, das Beethoven im Grandhotel Pupp zugunsten der Opfer einer Brandkatastrophe in Baden bei Wien veranstaltet hatte, das Denkmal in seinem alten Glanz der Öffentlichkeit wieder übergeben werden konnte. Rüdiger Götz ist für sein Engagement in dieser Angelegenheit mit dem Bata-Award ausgezeichnet worden. In Marienbad besichtigen wir zunächst die tschechisch-(russisch-)orthodoxe Kirche mit einer besonders wertvollen Ikonostase, die seinerzeit sogar auf der Pariser Weltausstellung gezeigt wurde. Nachdem wir uns mit einem kräftigen „Ahoi“ – wie unter jungen Leuten in Tschechien üblich – von unserer netten Reiseführerin verabschiedet haben, fahren wir weiter nach Chodovar-Planá. Hier besichtigen die Brauerei und nehmen einen kräftigen Schluck aus einem Bier spendenden Brunnen. Unser Abendessen genießen wir im Gewölbekellerrestaurant (gleichzeitig Brauereimuseum).

Sonntag, 15.09.: Wir treffen uns zum gemeinsamen Frühstück Rüdiger Götz bedankt sich im Namen aller unter Beifall bei Brigitte und Günter Schneider für das tolle Programm und die beispielhafte Gastfreundschaft. Er überreicht ihnen ein fränkisches Weingeschenk. Anschließend weist er auf die nächsten Treffen hin:

  1. November (?) 2013 Leipzig. Dieter Barschdorff klärt die Möglichkeit des Besuches eines Gewandhaus-Konzerts und des Kabarett „Pfeffermühle“.
  2. 12. bis 15. Mai 2014 „Dortmund II – Eine Stadt entwickelt sich weiter.“
  3. Juli/August 2014 Franken/Bamberg
  4. Herbst 2014 Wernigerode
  5. November 2014 Warendorf

Für das Jahr 2015 hat Wolf-Rüdiger Janzen angeboten einen Besuch in Kiel zu organisieren.
Weiter berichtet der Präsident, dass geplant ist ein Mitgliederverzeichnis mit Porträts im Passbildformat anfertigen zu lassen. Schließlich erläutert er noch einige in Auge gefasste Änderungen des Internetauftritts.
Um 10.15 Uhr schließt Rüdiger Götz diesen letzten Teil der Zusammenkunft in Erbendorf.
Nach gemeinsamem Singen unserer Hymne gibt es einen herzlichen Abschied.

Protokoll: Klaus Nielsky, 1. Sekretär

 

 

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